Finnische Sauna bezeichnet die klassische Sauna mit Ofen und Steinen: ein heißer, trockener Raum, in dem Wasser auf erhitzte Steine gegossen wird. Der entstehende Dampf heißt Löyly. Die Luft ist meist 80 bis 100 °C heiß und sehr trocken. Geheizt wird mit Holz oder Strom. Die UNESCO führt die Saunakultur Finnlands seit 2020 als immaterielles Kulturerbe.

Was macht eine finnische Sauna aus?
Im Mittelpunkt steht der Ofen mit seinen Steinen. Wer Wasser darauf gießt, erzeugt Löyly: Dampf, der die trockene Hitze weicher und besser atembar macht. Der Verein Sauna from Finland empfiehlt, sparsam und sanft zu gießen, bis das Wasser vollständig verdampft ist. Wände und Bänke bestehen aus Holz; für Bänke nennt er Erle oder Espe, weil sie angenehm bleiben und kein Harz austreten.
Die Saunen unterscheiden sich in Bauweise und Heizart, von elektrisch über holzbeheizt bis zur Rauchsauna. Die UNESCO stellt keine Variante über die andere.
Wie heiß ist eine finnische Sauna?
BauNetz Wissen nennt für die klassische Sauna meist 80 bis 100 °C bei sehr geringer Luftfeuchte. Das Sanarium arbeitet mit einem milderen Klima. Wie viel Dampf über die Steine dazukommt, entscheidet jede Person selbst.
| Merkmal | Finnische Sauna | Sanarium |
|---|---|---|
| Lufttemperatur | meist 80 bis 100 °C | 40 bis 60 °C |
| Luftfeuchte | sehr gering | 40 bis 60 Prozent |
Quelle: BauNetz Wissen, Glossar „Sanarium“.
Woher stammt die finnische Sauna?
In Finnland gehört die Sauna zum Alltag. Die UNESCO nennt rund 3,3 Millionen Saunen für etwa 5,5 Millionen Einwohner und nahm die Saunakultur 2020 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf. Dazu zählen das Aufheizen, das Baden und die Bräuche, die in den Familien weitergegeben werden.


