Isolierglas bezeichnet eine Verglasung aus mindestens zwei Scheiben, zwischen denen ein abgeschlossener Zwischenraum liegt, den ein Randverbund zusammenhält. Der Zwischenraum, meist 8 bis 16 mm breit, bremst den Wärmestrom; Beschichtung und Edelgasfüllung senken den Ug-Wert weiter. Je nach Scheibenzahl spricht man von Zwei- oder Dreifachverglasung. Die maßgebliche Norm ist DIN EN 1279.

Wie ist Isolierglas aufgebaut?
Mehrscheiben-Isolierglas, kurz Isolierglas, besteht aus mindestens zwei Scheiben, die einen hermetisch abgeschlossenen Zwischenraum einschließen. Der Zwischenraum ist meist 8 bis 16 mm breit; den geringsten Wärmedurchlass hat nach BauNetz Wissen ein Abstand von etwa 15 mm. Gefüllt wird er mit Argon oder Krypton.
Zusammen hält die Scheiben nur der Randverbund. Er begrenzt die Diffusion von Wasserdampf und Gasen zwischen dem Zwischenraum und der Außenluft (Bundesverband Flachglas). Sein Kern ist ein Abstandhalter mit Trockenmittel, der mit Butyl eingeklebt wird. Dazu kommt eine Sekundärdichtung aus Polysulfid, Polyurethan, Silikon oder Hotmelt. Abstandhalter gibt es aus Aluminium, Stahl, Edelstahl oder Kunststoff; Abstandhalter aus Edelstahl oder Kunststoff gelten als „warme Kante“.
Was ist der Unterschied zwischen Isolierglas, Doppelverglasung und Wärmeschutzglas?
Isolierglas ist der Oberbegriff. Doppelverglasung oder Zweifachverglasung ist Isolierglas mit zwei Scheiben, Dreifachverglasung eines mit drei. Wärmeschutzglas ist Isolierglas mit einer Wärmeschutzbeschichtung (Low-E); sie ist nach BauNetz Wissen die Voraussetzung dafür, dass Isolierglas Wärme dämmt. Dreifachglas gilt in Deutschland, auch mit Blick auf das Gebäudeenergiegesetz, als Stand der Technik.
Der Ug-Wert gibt an, wie viel Wärme je Quadratmeter und Kelvin Temperaturunterschied durch die Verglasung geht; kleiner ist besser. Bestimmt wird er nach DIN EN 673 und DIN EN 674.
| Aufbau | Ug-Wert in W/m²K |
|---|---|
| Einfachglas, 6 mm | 5,7 |
| Zweifach, Zwischenraum 16 mm mit Luft | 2,7 |
| Zweifach, 16 mm Luft, mit Beschichtung | 1,4 |
| Zweifach, 16 mm Argon, mit Beschichtung | 1,1 |
| Zweifach, 16 mm Krypton, mit Beschichtung | 1,0 |
| Dreifach, zweimal 12 mm Krypton, zwei Beschichtungen | 0,5 |
| Vakuumisolierglas | höchstens 0,7 |
Quelle: BauNetz Wissen, „Isolierglas“. Andere Quellen nennen leicht abweichende Werte, etwa 5,8 für Einfachglas.
Welche Schwachstellen hat Isolierglas?
Die Schwachstelle ist der Randverbund: Er muss dampfdicht bleiben, sonst dringt Feuchte in den Zwischenraum. Hinzu kommen Druckunterschiede zwischen Zwischenraum und Umgebung, ausgelöst durch Temperatur und Luftdruck, auch durch unterschiedliche Höhenlagen von Herstellungs- und Einbauort. Bei Dreifachglas mit beschichteter Mittelscheibe steigt laut BauNetz Wissen das Risiko thermischer Sprünge; deshalb wird vorgespanntes Glas empfohlen. Die Bemessung des Glases regelt die Normenreihe DIN 18008.
Was kostet ein Quadratmeter Isolierglas?
Der Preis hängt von Aufbau, Format, Beschichtung, Gasfüllung, Randverbund und Zusatzfunktionen wie Sicherheits- oder Sonnenschutz ab. Eine neutrale, aktuelle Preisliste fanden wir nicht; deshalb nennen wir keine Zahl. Lassen Sie sich Angebote für denselben Aufbau geben.



