Dreifachverglasung, kurz 3-fach-Verglasung, bezeichnet ein Isolierglas aus drei Glasscheiben mit zwei gasgefüllten Zwischenräumen. Zwei hochwärmedämmende Beschichtungen und eine Edelgasfüllung senken den Ug-Wert deutlich unter 1,0 W/m²K; Beispiele des Bundesverbands Flachglas liegen zwischen 0,5 und 0,8. Seit den Verschärfungen der Energieeinsparverordnung sind Dreifachgläser weitgehend Standardprodukte geworden.

Wie ist eine Dreifachverglasung aufgebaut?
Drei Scheiben begrenzen zwei Scheibenzwischenräume. Die Beschichtungen sitzen standardmäßig auf Position 2 und 5, je eine zum Zwischenraum hin. Gefüllt werden die Räume meist mit Argon, denn Krypton steht nicht in ausreichender Menge zur Verfügung. Je größer der Zwischenraum, desto niedriger der Ug-Wert; zugleich steigen die Belastungen für Glas und Randverbund. Der Randverbund trägt ebenfalls zum Wärmeschutz bei, wenn er aus Edelstahl oder Kunststoff besteht.
| Verglasung | Ug-Wert in W/m²K |
|---|---|
| Einfachglas | 5,8 |
| Zweifach-Isolierglas ohne Beschichtung | ca. 3,0 |
| Zweifach, beschichtet, mit Edelgas und Randverbund aus Edelstahl oder Kunststoff | ca. 0,9 bis 1,0 |
| Dreifach mit Argon, Aufbau 4-10-4-10-4 mm | 0,8 |
| Dreifach mit Argon, Aufbau 4-14-4-14-4 mm | 0,6 |
| Dreifach mit Argon, Aufbau 4-18-4-18-4 mm | 0,5 |
Quelle: BauNetz Wissen, „Wärmeschutz: Wärmedämmung mit Glas“ (Einfach- und Zweifachglas); Bundesverband Flachglas, BF-Merkblatt 003/2008, Tabelle 1 (Dreifachglas mit Argon und Beschichtung auf Position 2 und 5).
Welche Vor- und Nachteile hat Dreifachglas?
Je kleiner der Ug-Wert, desto wärmer bleibt bei Kälte die raumseitige Scheibe. Dem steht mehr Gewicht gegenüber: Durch die dritte Scheibe und den zweiten Zwischenraum steigen Glasdicke und Scheibengewicht, was die Rahmenkonstruktion berücksichtigen muss. Beim typischen Aufbau erreicht Dreifach-Wärmedämmglas einen Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) von mehr als 50 Prozent. Zusatzfunktionen wie Absturzsicherung oder Schallschutz verlangen eigene Lösungen; Erfahrungen mit Zweifachglas lassen sich nicht ohne Weiteres übertragen.
Muss es Dreifachverglasung sein?
Für neue Fenster nennt die Verbraucherzentrale einen gesetzlichen Höchstwert von 1,3 W/(m²K); moderne Fenster erreichen meist etwa 1,0 oder weniger. Das ist ein Grenzwert für das Fenster, keine Vorgabe zur Scheibenzahl. Ob Zweifach oder Dreifach, ergibt sich aus der Gesamtrechnung aus Glas, Randverbund und Rahmen, die Ihr Fensterbauer oder Ihr Energieberater für Ihr Projekt aufstellt.

