Aluminium-Verbundplatte bezeichnet eine ebene Platte aus zwei dünnen Aluminium-Deckblechen mit einem Kunststoffkern dazwischen. Als Fassadenbekleidung wird sie üblicherweise hinterlüftet auf einer Unterkonstruktion befestigt, als Platte oder als gefräste Kassette. Das Brandverhalten hängt vom Kern ab: Mit Polyethylen ist sie normalentflammbar, mit Brandschutzausrüstung oder mineralischem Kern schwerentflammbar oder besser.

Wie ist eine Aluminium-Verbundplatte aufgebaut?
Eine Aluminium-Verbundplatte, im Handel auch Alu-Verbundplatte oder Aluverbundplatte genannt, besteht aus zwei Aluminium-Deckblechen und einem Kunststoffkern. Material und Dicke des Kerns richten sich nach der Ausführung und den Anforderungen an den Brandschutz (BauNetz Wissen). Alucobond ist der Markenname einer solchen Platte; die Gattung heißt Aluminium-Verbundplatte.
Ein Beispiel liefert eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) von 2017. Sie war befristet; sie zeigt Aufbau und Einstufung, nicht ein heutiges Produkt.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Gesamtdicke | 4 mm |
| Deckbleche | zwei Bleche aus Aluminium, je 0,5 mm dick |
| Kern | 3 mm Polyethylen, mit oder ohne Brandschutzausrüstung |
| Größte Platte | 1640 × 8000 mm |
| Beschichtung | PVDF oder Polyester, ein- oder beidseitig |
| Befestigung | ebene Platten mit Nieten, Kassetten mit Bolzen, auf einer Aluminium-Unterkonstruktion |
Quelle: DIBt, allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z-10.3-742 vom 6. April 2017. Andere Produkte können abweichen.
Welches Brandverhalten hat eine Aluminium-Verbundplatte?
Das Brandverhalten hängt vom Kern ab. Nach der Zulassung ist die Platte mit Polyethylen-Kern normalentflammbar (Klasse E nach DIN EN 13501-1) und mit einem Polyethylen-Kern mit Brandschutzausrüstung schwerentflammbar (Klasse B-s1,d0). BauNetz Wissen nennt für Kerne mit mineralischen Beimischungen die Klassen B1 oder A2 und für Polyethylen B2; B1 und B2 gehören zur älteren Norm DIN 4102.
Welche Klasse eine Außenwandbekleidung braucht, regelt die Landesbauordnung. In Bayern verlangt Art. 26 Abs. 3 BayBO grundsätzlich schwerentflammbare Baustoffe; nach Abs. 5 gilt das nicht für Gebäude der Gebäudeklassen 1 bis 3. Lassen Sie sich die Zulassung des gewählten Produkts geben und stimmen Sie die Ausführung mit dem Bauamt ab.
Wie wird die Platte an der Fassade eingesetzt?
Die Zulassung erlaubt das Fassadensystem als hinterlüftete Außenwandbekleidung nach DIN 18516-1. Die Platten dürfen senkrecht oder waagerecht verlegt werden. Kassetten entstehen, indem man die ebenen Platten fräst und abkantet. BauNetz Wissen führt den Eintrag unter dem Namen eines Herstellers; die Angaben sind deshalb Herstellerangaben: geringe Schadensanfälligkeit, lange Lebensdauer, geringer Wartungsaufwand, sichtbare oder verdeckte Befestigung, einfache Montage und Demontage. Bei der Demontage können Kern und Deckbleche wiederverwendet oder dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden. Unabhängige Messungen zur Lebensdauer fanden wir nicht.
Wie pflegen Sie eine Fassade aus Aluminium-Verbundplatten?
Beschichtetes Aluminium sollte nach dem Aluminium-Merkblatt A5 „Reinigung von Aluminium im Bauwesen“ generell einmal jährlich gereinigt werden, so gibt es ein Hersteller von Pulverlacken wieder. Ungeeignet sind danach stark alkalische oder saure und stark scheuernde Mittel, weil sie die Beschichtung angreifen. Die Schweizer Richtlinie EMPA-SZFF 61.01 nennt bei geringer Verschmutzung ein Intervall von 1 bis 2 Jahren.


